4 Eigenschaften, die dich zum Überflieger machen

Hoch hinaus, aber nie abgehoben: Was Überflieger anders machen

Während du noch mit den absoluten Basics haderst, sind sie schon längst weiter – für jeden Schritt, den du gehst, nehmen sie drei.
Wir beobachten und beneiden Überflieger darum, dass sie so schnell lernen, Probleme als Herausforderung sehen und scheinbar Spaß daran haben, alles mögliche zu lernen. Denn genau das – und nicht die Stunden, die man in der Bib sitzt – macht jemanden zum Überflieger und auch über die Uni hinaus langfristig erfolgreich. Was genau machen diese beneidenswerten Wesen anders als wir Normalsterblichen?

Diese 4 Eigenschaften machen dich zum Überflieger:

1. Ehrgeiz

Entweder man hat den Drive, etwas Neues zu lernen – oder eben nicht? Jein. Der Schlüssel liegt darin, den eigenen Ehrgeiz zu wecken – und etwas als Herausforderung zu definieren. Jeder von uns, selbst Überflieger, hat manchmal Momente, in denen man sich davor scheut, etwas zu tun, das aber für Erfolg ausschlaggebend ist.
Was heißt das jetzt konkret? Dass du dich neuen Situationen stellst – und vor allem deinen Fokus änderst. Denn wenn wir mit einer neuen (Lern-) Situation, einem neuen Kurs oder Kapitel konfrontiert sind, konzentrieren wir uns zu oft auf das Negative – und unterdrücken damit unseren Ehrgeiz.

Wer sich also auf die positiven Aspekte konzentriert, darauf, was das Lernen einem persönlich bringt, weckt damit den Ehrgeiz, Dinge zu lernen, die auf den ersten Blick nicht so cool erscheinen.

Ja, dieses eine Seminar ist hart, der Professor ist streng. Aber der Skill, der dort vermittelt wird, ist richtig interessant und wird dir dabei helfen, deine Abschlussarbeit gut zu schreiben.

2. Selbsteinsicht

Die meisten von uns neigen dazu, die eigenen Fähigkeiten höher einzuschätzen: Während das eigentlich keine schlechte Sache ist, gutes Selbstvertrauen zu haben, kann es doch zum Problem werden. Wenn man nämlich denkt, dass nicht mehr viel Luft nach oben sei, neigt man oft dazu, sich nicht weiterentwickeln zu wollen.
Stell dir vor, dass du ein Gruppenprojekt geleitet hast und jetzt das Feedback von eurem Professor bekommst. Das Ergebnis ist eigentlich ganz gut, aber bei bestimmten Punkten siehst du das gutgemeinte und eigentlich hilfreiche Feedback ganz anders und gehst sofort in den Verteidigungsmodus: Stimmt gar nicht, unser Vortrag war super, wir haben uns gut vorbereitet, wir haben doch alle Fragen beantwortet. Doch anstatt sofort in die Defensive zu gehen, solltest du dir in deinem Kopf ein paar Fragen stellen – und diese ehrlich beantworten. Stimmt es wirklich, dass wir uns gut vorbereitet haben? Welche Fakten habe ich, um meine Einschätzung / mein Gefühl zu unterlegen?

Wenn du reflektierst, stellst du unter Umständen fest, dass euer Projekt vielleicht an einigen Stellen noch besser hätte laufen können. Im besten Fall ist diese innere Stimme wie ein Schiedsrichter: Es bringt also nichts, wenn du dich selbst fertig machst – und auch nicht, wenn jegliche Kritik an dir abprallt, weil du dich selbst nur lobst. Wenn du dich deinen Stärken und Schwächen ehrlich stellst, kannst du die Punkte sehen, in denen du dich noch verbessern kannst – und vor allem auch einen Weg finden, wie du das schaffst.

3. Neugierde

Wann hattest du das letzte Mal wirklich Lust, etwas zu lernen? Hast hartnäckig dein Ziel verfolgt und dich mit jeder neuen Information bestätigt gefühlt? Neugierde ist ein unfassbarer Drive, Dingen auf den Grund zu gehen. Während Kinder nicht müde werden, nach dem Warum zu fragen, nimmt das bei den meisten von uns im Erwachsenenalter ab. Überflieger haben sich diese “kindliche” Eigenschaft beibehalten und bohren weiter.

Wie übersetzt du diese Neugierde aber auf Themen wie deinen Statistik-2-Kurs, der weder große Freude noch Neugierde in dir auslöst? Indem du dein inneres Narrativ änderst: Anstatt Mein Gott ist das langweilig ist ein Was ich damit später alles machen kann? deutlich motivierender.

4. Verwundbarkeit

Übung macht den Meister ist eines dieser Sprichwörter, bei denen man zwar mit den Augen rollt – die aber im Kern wahr sind. Doch hat man erst einmal ein Thema gemeistert und ist in etwas besonders gut geworden, fällt es oft schwer, zu akzeptieren, dass man auf anderen Gebieten Startschwierigkeiten hat.

Auch in diesem Punkt haben Überflieger ihren inneren Monolog im Griff und gestehen sich Schwächen ein – allerdings ohne sich fertig zu machen. Ich hasse das, ich bin so dumm, das werde ich nie verstehen ersetzen Überflieger mit Besonders gut bin ich nicht, aber das wird schon besser.
Pass deine eigene Erwartungshaltung an und geh nicht davon aus, dass du als Anfänger alles draufhast. Fehler sind okay und Fehler passieren, das Wichtigste ist, dass du aus ihnen lernst.

Überflieger wollen Konzepte verstehen und neue Fähigkeiten beherrschen; sie sehen sich selbst klar, sie bleiben neugierig und stellen bohrende Fragen – und: Sie machen sich nicht wegen Fehlern fertig.