Wie du trotz Nachprüfung deinen Sommer genießt

Es ist passiert. Du hast eine Prüfung so richtig in den Sand gesetzt.
Kein Weltuntergang, Ausrutscher können jedem Studi passieren. Und wofür gibt’s Zweit- und Drittversuche? Jedoch gibt es da einen Haken: Es ist Sommer. Temperaturen über 30 Grad. Während deine Kommilitonen im Freibad chillen oder auf Instagram Fotos von ihrer Backpacking-Reise posten, heißt es für dich: Lernen, lernen, lernen.

Doch keine Sorge – wenn du ein paar Dinge beachtest, steht einer erfolgreichen Nachklausur und einem entspannten Sommer nichts mehr im Weg.

So klappt‘s!

Einen Überblick verschaffen

Das A und O bei der Klausurvorbereitung ist Organisation. Hat man nicht alle seine Unterlagen und Mitschriften von Anfang an strukturiert, rächt sich das leider gegen Ende des Semesters. Um einen klaren Kopf zu bekommen, solltest du daher zuerst deine Uni-Ordner auf deinem Laptop und Papierchaos auf deinem Schreibtisch ordnen. So bekommst du einen Überblick über alles, was klausurrelevant ist. Und oft merkt man leider zu spät, dass irgendwo noch eine Mitschrift fehlt. Falls das der Fall ist, dann solltest du schnell noch deinen Kommilitonen des Vertrauens kontaktieren. Meistens gibt es immer jemanden, der eine nützliche Zusammenfassung parat hat. So kannst du deine Mitschriften angleichen und sichergehen, dass alles vollständig ist.

Etappen-Ziele setzen


Klar, du willst die Klausur bestehen. Aber das setzt dich auch gleichzeitig unter Druck. Besser ist es, dich durch Etappen-Ziele zu motivieren. So bleibst du am Ball und kannst die Stoffmenge Schritt für Schritt abarbeiten. Etappen-Ziele können sein: Ein bestimmtes Modell zu verstehen, eine Theorie zu beherrschen und später Übungsaufgaben zu meistern. Schreibe dir deine eigenen Ziele auf, hänge sie zum Beispiel über deinen Schreibtisch und hake Stück für Stück erreichte Ziele ab. Tipp: Lieber mehrere, kleine Ziele setzen als wenige Große. Du weißt am besten, wie umfangreich dein Lernstoff ist. So kannst du dir deine Ziele individuell einteilen. Um nicht allzu viel Zeit zu verlieren, ist es oft sinnvoll, die Ziele nach den Kapiteln aus deinem Skript zu richten.

Einen Lernplan schreiben

Das Problem kennt wohl jeder Studi – man sitzt viel zu lange an den ersten Kapiteln dran und hat dann kaum mehr Zeit für die restlichen Themen. Das macht auf den letzten Metern vor der Klausur noch richtig viel Stress. Einen Lernplan zu schreiben hilft, um sich nicht unnötig lange mit bestimmten Themen zu beschäftigen. Dieser lässt sich ganz einfach in deinen Notebook- oder Smartphone-Kalender integrieren. So behältst du den zeitlichen Überblick. Plane dabei stets realistisch. Und noch ganz wichtig – lass dir auch mal zwischendrin Zeitpuffer für Wiederholungen und kleine Pausen.

Mach mal Pause

Anstatt Bulimie-Lernen zu betreiben, geh das Ganze nachhaltiger an. Ja, du hast wenig Zeit. Aber du musst immer noch schlafen, essen, duschen und ab und zu an die frische Luft! Damit deine Konzentration nicht leidet, solltest du diese Dinge nicht vernachlässigen. Wusstest du, dass selbst bei kurzzeitigem Schlafmangel die Hirnleistung reduziert ist? Spare lieber Zeit beim Serienmarathon und bei der Smartphone-Nutzung. Denn dafür geht oft viel mehr Zeit drauf als man denkt! Hast du dann erfolgreich ein Ziel abgearbeitet, kannst du für ein paar Stunden mit Freunden das Wetter genießen. Und wenn du deinen Zeitplan einhältst, kommen Freibad, Grillen & Co. auch nicht zu kurz.  

Werde zum Klugscheißer

Man behält Dinge am besten, wenn man sie selbst jemandem erklärt: Also: Warum nicht deinem Mitbewohner das Statistikkapitel, das dich bereits in deinen Albträumen verfolgt, bei einer Pizza und einem Bier erklären? Ein weiterer Tipp: Suche dir jemanden, der sich mit dem Thema überhaupt nicht auskennt. Genauso wie bereits Einstein zu sagen pflegte: „Wenn du es einem sechsjährigen nicht erklären kannst, dann hast du es selbst nicht verstanden“. Falls du dir bei bestimmten Themen von vornherein nicht sicher bist, ob du sie verstanden hast, kannst du natürlich auch einen Pro zu Rate ziehen. Die meisten Studierende sind bereit, für etwas Kleingeld ein paar Stunden Nachhilfe zu geben. Meistens lässt sich jemand finden, der eine ähnliche Klausur schon mal geschrieben hat. Bedenke dabei aber, rechtzeitig in Facebook-Gruppen & Co. nachzufragen.

Tank ein bisschen Sonne!

Lernen? Kannst du auch unterwegs. Klar, auf einem Festival wird’s schwierig. Aber nur weil du lernen musst, heißt das nicht, dass dein Sommer ins Wasser fallen sollte. Es gibt genügend Aktivitäten, bei denen man entspannt nebenher lernen kann.
Also: Schnapp dir deine Karteikarten und fahr mit deinen Freunden an den See.

Denn: Wusstest du, dass man mit Karteikarten noch viel besser lernen kann? Wieso das so ist? Hier sind alle Benefits.

Lass dich nicht verrückt machen!

Alle anderen haben die Klausur schon bestanden und vergnügen sich gerade am Strand – kennst du solche Gedanken? Bestimmt. Sich jedoch ständig zu vergleichen hat bisher den wenigstens was gebracht. Du machst dein Ding!


Klar, manchmal tut es gut, sich zu vergleichen. Aber wenn du entweder akute FOMO hast oder in Panik verfällst, weil alle scheinbar viel mehr lernen als du, solltest du eins tun: Damit aufhören. Du kannst es gar nicht lassen, deinen Social-Media Account zu checken? Dann gibt es auch einen Notfall-Plan, der heißt: Deine Social-Media-Apps vorübergehend deinstallieren oder die Nutzung auf eine Stunde am Tag beschränken. Erfahrungsgemäß kommst du so schon viel schneller und stressfreier an dein (Lern-)ziel!

Du siehst also, deine Lage ist nicht so ausweglos wie du gedacht hast.

Du machst das schon.
Was sind deine besten Tipps, um trotz Klausuren einen guten Sommer zu haben?